RE: DU spielt SCRABBLE™ (58) - Gleichberechtigung
Ausschlaggebend für einen guten Pädagogen ist aus meiner Sicht nicht, dass Wissen vermittelt wird, sondern wie. Ich gehe einfach davon aus, dass im Studium entsprechende Methoden vermittelt werden, um die Wissensvermittlung an die Schüler erfolgreich und interessant - eben Schülergerecht - zu gestalten.
Wenn ich bestimmte Sachverhalte vermitteln kann, interessiere ich mich selbst dafür und traue mir eine entsprechende Erklärung auch zu. Aber alle Themen abzudecken, die die eigenen Kinder interessieren, ist mir und wahrscheinlich vielen Eltern nicht möglich. Anderseits würden dann Themen, die niemand mag, aber doch als Grundlagen sein müssen, auf der Strecke bleiben.
Soziale Kompetenzen ist für mich ein wichtiger Teil. Klar, wenn man die Jugendlichen fragt, dann auch der Kontakt ohne physische Präsenz ausreichend. Aber ist eine solche Blase wirklich zielführend? Gehört, bei allem, was man den Kindern gern ersparen würde, nicht auch der total blöde Mitschüler zur eigenen Entwicklung?
OK, die hatte ich ohnehin nie und lebe trotzdem irgendwie noch immer (irgendwann dann sogar mit eigener Familie - ich kann's selbst noch kaum glauben, haha). Vielleicht mache ich mir ja deshalb deswegen nicht genug Gedanken? :-)
Ist die Welt nicht 'blöd' genug, so dass man sich keine Sorgen machen muss, dem Kind würde möglicherweise im Laufe seines Lebens vielleicht nicht genug 'Blödes' zum Üben begegnen?
Ich will ja niemanden in Watte packen, auch auf dem Spielplatz in der Nähe, im Sportverein oder an der Bushaltestelle können einem ziemlich blöde Gestalten über den Weg laufen. Und wenn man dann später erst beginnt, sich mit Politik zu beschäftigen, zu sehen, wie Politiker Menschen in den Krieg schicken, um sich gegenseitig zu töten, dann ist ein klein wenig 'heile Welt' zu Beginn des Lebens vielleicht gar nicht mal sooo schlimm. ;-)
Klar. Didaktik und Lernpsychologie mit diversen Modellen, die methodisch variiert werden und dem Entwicklungsalter des Individuums angepasst werden müssen. Anlesen können sich das "Wissen" die meisten - und gute Lehrer tun das auch wenigstens zur Auffrischung, sobald eine neue Unterrichtseinheit geplant wird.
Wenn nicht der wichtigste. Frustrationstoleranz, Konfliktbewältigung, Argumentieren, Teamplay... ... ...
Aber 100pro gehört der blöde Mitschüler dazu. Auf solche triffst du nämlich dein Leben lang. Wenn du aber in deiner Kindheit nicht erlebt hast (oft unter großem Schmerz und vielen Tränen), wie du damit umgehen kannst, es diverse andere Menschen wie Gleichaltrige, ggf. "Streitschlichter" in Form älterer Schüler, natürlich Lehrer und vor allem Freunde gibt, die dir helfen können, solch schreckliche Situationen aufzulösen oder zu Reflektion anregen, inwieweit man vllt. selbst zum "Drama" beigetragen hat, wird's im Erwachsenenalter mit dem "blöden Kollegen" bestimmt schwieriger.
Ach, egal... ;-)