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RE: DU spielt SCRABBLE™ (58) - Gleichberechtigung

in Deutsch Unplugged3 years ago

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wie überall. Der kleine Unterschied: Im Bereich Pädagogik meinen die meisten mitreden, es gar besser zu können, eben weil jeder damit (mindestens als Schüler) Erfahrung gemacht hat. Und jeder, wirklich jeder (die Lehrer selbst natürlich auch), hat mindestens ein (konkretes) Beispiel, was bei ihm oder seinen Kindern mal ganz schlimm falsch gemacht wurde. Und diese bleiben im Hinterkopf. Dass der weit größere Anteil der "pädagogischen Maßnahmen" wirklich das (Er)lernen von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit oder soziale Kompetenz etc. unterstützt (jedenfalls sofern die Rahmenbedingungen einigermaßen stimmen...), wird gern vergessen. Könnte mir vorstellen, dass das bereits im Kindergarten losgeht und auch bei euch zu Hause mal Thema ist... ;-)

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 3 years ago 

Der kleine Unterschied: Im Bereich Pädagogik meinen die meisten mitreden, es gar besser zu können ...

Siehe auch meine Antwort an @moecki.
Obwohl ich die Schulpflicht ablehne, halte ich pauschale Lehrerkritik oft für unfair und unangebracht.
Das sind zwei verschiedene Dinge.

 3 years ago 

Ausschlaggebend für einen guten Pädagogen ist aus meiner Sicht nicht, dass Wissen vermittelt wird, sondern wie. Ich gehe einfach davon aus, dass im Studium entsprechende Methoden vermittelt werden, um die Wissensvermittlung an die Schüler erfolgreich und interessant - eben Schülergerecht - zu gestalten.
Wenn ich bestimmte Sachverhalte vermitteln kann, interessiere ich mich selbst dafür und traue mir eine entsprechende Erklärung auch zu. Aber alle Themen abzudecken, die die eigenen Kinder interessieren, ist mir und wahrscheinlich vielen Eltern nicht möglich. Anderseits würden dann Themen, die niemand mag, aber doch als Grundlagen sein müssen, auf der Strecke bleiben.

Soziale Kompetenzen ist für mich ein wichtiger Teil. Klar, wenn man die Jugendlichen fragt, dann auch der Kontakt ohne physische Präsenz ausreichend. Aber ist eine solche Blase wirklich zielführend? Gehört, bei allem, was man den Kindern gern ersparen würde, nicht auch der total blöde Mitschüler zur eigenen Entwicklung?

 3 years ago (edited)

Soziale Kompetenzen ist für mich ein wichtiger Teil.

OK, die hatte ich ohnehin nie und lebe trotzdem irgendwie noch immer (irgendwann dann sogar mit eigener Familie - ich kann's selbst noch kaum glauben, haha). Vielleicht mache ich mir ja deshalb deswegen nicht genug Gedanken? :-)

Gehört, bei allem, was man den Kindern gern ersparen würde, nicht auch der total blöde Mitschüler zur eigenen Entwicklung?

Ist die Welt nicht 'blöd' genug, so dass man sich keine Sorgen machen muss, dem Kind würde möglicherweise im Laufe seines Lebens vielleicht nicht genug 'Blödes' zum Üben begegnen?
Ich will ja niemanden in Watte packen, auch auf dem Spielplatz in der Nähe, im Sportverein oder an der Bushaltestelle können einem ziemlich blöde Gestalten über den Weg laufen. Und wenn man dann später erst beginnt, sich mit Politik zu beschäftigen, zu sehen, wie Politiker Menschen in den Krieg schicken, um sich gegenseitig zu töten, dann ist ein klein wenig 'heile Welt' zu Beginn des Lebens vielleicht gar nicht mal sooo schlimm. ;-)

 3 years ago 

sondern wie

Klar. Didaktik und Lernpsychologie mit diversen Modellen, die methodisch variiert werden und dem Entwicklungsalter des Individuums angepasst werden müssen. Anlesen können sich das "Wissen" die meisten - und gute Lehrer tun das auch wenigstens zur Auffrischung, sobald eine neue Unterrichtseinheit geplant wird.

Soziale Kompetenzen ist für mich ein wichtiger Teil

Wenn nicht der wichtigste. Frustrationstoleranz, Konfliktbewältigung, Argumentieren, Teamplay... ... ...

Gehört, bei allem, was man den Kindern gern ersparen würde, nicht auch der total blöde Mitschüler zur eigenen Entwicklung?

Aber 100pro gehört der blöde Mitschüler dazu. Auf solche triffst du nämlich dein Leben lang. Wenn du aber in deiner Kindheit nicht erlebt hast (oft unter großem Schmerz und vielen Tränen), wie du damit umgehen kannst, es diverse andere Menschen wie Gleichaltrige, ggf. "Streitschlichter" in Form älterer Schüler, natürlich Lehrer und vor allem Freunde gibt, die dir helfen können, solch schreckliche Situationen aufzulösen oder zu Reflektion anregen, inwieweit man vllt. selbst zum "Drama" beigetragen hat, wird's im Erwachsenenalter mit dem "blöden Kollegen" bestimmt schwieriger.

Ach, egal... ;-)