RE: Reisen mit Hund / Travelling with a dog
Ja nun... Hundesteuer gibt es in Deutschland seit den 1880-ern... Seit 1949 ist es eine kommunale Steuer, die der Begrenzung der Hundehaltung dient und Ausgaben für Straßenreinigung, Betrieb von Auslaufgebieten, aber auch Tierheimkosten decken soll. Die Höhe variiert von Gemeinde zu Gemeinde. In den Städten ist sie meist höher. Beginnt bei ungefähr 90€ jährlich für einen Hund. Die auf der Liste kosten auch schon mal 600€ und mehr...
Und damit sind wir schon bei den nicht so tollen Hundegestzen in Deutschland. Es kann nicht sein, daß Hunde nur aufgrund ihrer Rasse als gefährlich eingestuft werden. Ja, diese Rassen haben eine sehr viel höhere Beißkraft, aber eben auch eine sehr hohe Reizschwelle. Hundebisse kommen bei den "Familienrassen" viel häufiger vor. Daß die Regelungen nicht bundesweit einheitlich sind, kommt außerdem erschwerend hinzu. Reisen mit Hund wird dadurch zu einer permanenten Rechercheaufgabe.
Grundsätzlich sollte ein Hund alles können - Leinenführung, Maukorb tragen, alleine bleiben, Sozialkontakt zu Artgenossen... Nun sind es aber Tiere und keine Maschinen. Weil das so ist, sollten wir Rücksicht aufeinander nehmen und Sorge tragen, daß wir anderen nicht schaden. Wie bei allem im Leben. Das muß nicht unnötig kompliziert gestaltet werden...
Und ich dachte immer diese Hundesteuer sei nur was italienisches^^
Wir haben in Südtirol solche "Dog-Toilets" also Mülleimer mit den Beuteln dran zum Aufklauben (normalerweise, eignen sich aber auch gut zum Verpacken von... Sagen wir mal Material xD). Wäre nur gut, wenn meine Gemeinde die Beutel auch mal auffüllen würde...
Ufff.. Das ist echt anstrengend, wenn man von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Gesetze hat... Mal so ein ganz banales Beispiel (wie man es von mir gewohnt ist^^): Was wäre, wenn man auf der Grenze von einem auf dem anderen Bundesland stehen würde, in dem wo du stehst gilt keine Leinenpflicht, dafür aber im Anderen und der Hund rennt dort rüber, du stehst aber noch im "Leinenfreien-Bundesland". Zählt das dann schon als verstoß, oder wie würde so was gehandhabt werden? Gilt es ab da wo der Besitzer steht? Müsstest du dem Hund nachrennen um ihm die Leine anzumachen? Blöde Fragen, ich weiß, aber ich mag es halt mir so banale Dinge zu banalen Gesetzen auszudenken ;)
Ich fidns ja super, wie die Mutter damals den Dobbermann von ihrem Ex behielt, der einfach gar nicht mit kleinen Kindern konnte und ihn einfach frei mit mir, als ich eben so ein kleines Kind war, herumgegangen ist...
Mein Vater meinte zu ihr entweder du hältst ihn an der Leine (also den Hund, nicht mich^^) oder ich lasse ihn einschläfern. Long story short: Er wurde eingeschläfert.
Trotzdem mag ich Hunde :) also nicht mehr selbst einen Besitzen (dafür ist mir das tägliche Gassigehen zu anspruchsvoll) aber ansonsten hab ich sie gern, kann recht gut mit denen ;)
A super creative day/week
🍀♥️
@ wakeupkitty
Mal unabhängig davon, daß Deine Ma da ziemlich verantwortungslos gehandelt hat, wäre Einschläfern natürlich auch keine korrekte Option (Schande über den Tierarzt!)
Ja, formal wäre es genau so, wie Du es Dir ausmalst. Natürlich steht keine Kontrolle vom Ordnungsamt auf so einer grünen Grenze. Die bewegen sich im städtischen Bereich und da begrüße ich die allgemeine Leinenpflicht durchaus. Hund könnte unkontrolliert vor Autos laufen, Menschen beunruhigen, Kinder umschubsen, Artgenossen lecker oder bedrohlich finden, sich überall erleichtern, Radfahrer anspringen,... Wenn man zusammen auf engem Raum lebt, erfordert das immer gegenseitige Rücksichtnahme und einen Hund an die Leine zu nehmen, gehört da zum Mindesten.
Naja, ich finde halt besser einschläfern, als dass ein Dobbermann ein kleines Kind beißt (egal ob mich oder ein fremdes Kind)... Sicherlich, einschläfern ist vlt. auch nicht die richtige Lösung gewesen. Ah, das hab ich vorhin vergessen zu erwähnen, mein Vater ging auch zu dessen Züchter und sagte ihm, dass diese Linie keine Kinder mag und sie beißt, da er es auch noch von anderswo gehört hat, also von einem anderen Dobbermann dieses Züchters.
Mehr kenne ich leider auch nicht zu dieser Story, evtl. hätte man den Züchter anzeigen können für extranes züchten solch für Kleinkinder gefährlichen Exemplaren, aber wie gesagt, ich kenn da zu wenig von der Story, vlt. war der Züchter ja auch nett ;)
Aber um zurückzukommen zum Einschläfern und dessen richtige Option: Ich denke es war die richtige Entscheidung. Klar, man hätte ihn einfach weggeben können, aber dann würde er halt unter neuem Besitzer ein Kleinkind beißen, wenns blöd kommt. Das ist halt meine Sicht auf das. Aber mich würde jetzt auch deine Ansicht interessieren, was du gemacht hättest ;)
Auf engem Raum macht die Leinenpflicht Sinn. Auch bei uns im Wald macht es irgendwo Sinn, wegen der Wildtiere, dass die nicht gestört/angegriffen werden ;) Und sonst gibt es noch die Hundeplätze bei denen sie frei rumlaufen können :)
Genau, im Wald, zumindest in der Absetzzeit, hat kein Hund frei rumzulaufen. Außerhalb dieser Zeit, wenn er kaum Jagdtrieb hat und zuverlässig abrufbar ist: go for it...
Mein Lieblings-Bilderbuch-Hundehalter überlegt vor der Übernahme der Verantwortung für ein Tier, was möglich ist und was evtl. nicht funktioniert. Die Entscheidung pro Hund darf nur getroffen werden, wenn Mensch sich dieser Verantwortung bewußt ist. Kommt es dann zu einer Entwicklung, die das weitere Zusammenleben mit dem Tier unmöglich macht, muß nach einer guten Lösung für alle gesucht werden. In Deinem Beispiel muß der Hund raus aus der Familie. Ein Tierschutzverein oder ein Hundetrainer sollte die Vermittlung in ein passendes Zuhause oder zu einer notwendigen Ausbildung veranlassen.
Ich weiß. Seit Du ein Kleinkind warst, hat sich die Situation in Tierheimen und bei Trainern drastisch verschlechtert. Trotzdem würde heute kein seriöser Tierarzt einen Hund aus dem geschilderten Grund einschläfern. Der richtige Weg wäre also, eine Pflegestelle zu suchen (also jemanden wie mich), die sich diesen Hund zutraut und sicherstellt, daß er nicht in falsche Hände kommt, und die den Hund vermittlungsfähig machen kann oder sich mit entsprechenden Fachleuten zusammen tut.
Das wäre sicherlich eine humanere Methode gewesen... Südtirol ist halt klein, da gibt es nicht so viele, die so was machen und eben Tierheime (kenne ich nur aus Filmen, da geht es den Tieren schlecht) hätten wir sogar eines in Bozen, aber da kenne ich die Zustände nicht, war noch nie dort. Aber ja, wäre evtl. eine Lösung gewesen. Ich kann auch gar nicht das Alter des Tieres abschätzen, ich glaube er war schon noch recht jung, soweit ich von Fotos weiß, hatte er noch keine weißen Haare. Sonst hätte man noch mit dem Alter argumentieren können ;)
Aber gut zu wissen, dass du so was machst, dann weiß ich, an wem ich mich wenden könnte, falls ich mal was brauche :)
Das wäre sicherlich eine humanere Methode gewesen... Südtirol ist halt klein, da gibt es nicht so viele, die so was machen und eben Tierheime (kenne ich nur aus Filmen, da geht es den Tieren schlecht) hätten wir sogar eines in Bozen, aber da kenne ich die Zustände nicht, war noch nie dort. Aber ja, wäre evtl. eine Lösung gewesen. Ich kann auch gar nicht das Alter des Tieres abschätzen, ich glaube er war schon noch recht jung, soweit ich von Fotos weiß, hatte er noch keine weißen Haare. Sonst hätte man noch mit dem Alter argumentieren können ;)