Lasst uns zum neuen Jahr mal ehrlich sein – ganz ohne Glückskeks-Sprüche:
In 100 Jahren sind wir alle weg.
Jeder einzelne von uns. 🥀
Fremde werden in unseren Häusern wohnen.
Unsere Sachen landen irgendwann auf dem Sperrmüll.
Und unsere Namen? Bestenfalls eine Randnotiz. Wenn überhaupt.
Dieser Gedanke tut weh. Mir jedenfalls.
Denn wir Menschen wollen Spuren hinterlassen.
Wir wollen wichtig sein.
Wir wollen, dass das, was wir tun, Bedeutung hat und bleibt.
Aber vielleicht ist genau das die größte Illusion unseres Lebens.
Unsere Spuren sind wie Fußabdrücke im Sand.
Für einen kurzen Moment sichtbar –
dann kommen Wind und Zeit und machen kurzen Prozess.
Das Gute, das wir getan haben.
Das Schlechte, das wir angerichtet haben.
Alles verblasst. Langsam. Unaufhaltsam.
Traurig? Ja, ganz ehrlich, ein wenig bin ich es, wenn ich darüber nachdenke.
Wenn der Applaus der Zukunft sowieso verstummt –
warum machen wir uns heute so verrückt?
Warum lassen wir uns von Dingen auffressen,
die in fünf Jahren niemanden mehr interessieren?
Warum leben wir so oft für Anerkennung,
statt für den Moment, der gerade da ist?
Vielleicht sollte dieses Jahr genau dafür stehen:
Weniger Ego.
Weniger Beweisen.
Mehr Leben.
Merksatz für stressige Tage:
„Wenn es in fünf Jahren keine Rolle mehr spielt,
dann verschwende keine fünf Minuten damit,
dich darüber aufzuregen.“ ⏳
Ich wünsche euch kein Jahr für die Geschichtsbücher.
Ich wünsche euch ein Jahr für euch.
Kommt gut rein.
Auch verspätet zählt. ✨
