in der DDR herrschte doch nur Arbeitszwang!

in Steem Germany17 days ago

... Stimmt vielleicht ein bisschen, aber vor allem gab es das „Recht auf Arbeit“ – und das ist etwas, das uns heute schmerzlich fehlt.

Arbeitslosigkeit? Das Wort kannten wir eigentlich nur aus dem Westfernsehen oder aus Geschichtsbüchern über die Weltwirtschaftskrise. In der DDR war der Job so sicher wie das Amen in der Kirche.

Schaut man in die Gesetze von damals, findet man es schwarz auf weiß: Artikel 24 der DDR-Verfassung garantierte jedem Bürger das Recht auf Arbeit.

Natürlich gab es auch die Kehrseite: Wer arbeiten konnte, der musste auch. Es gab keine soziale Hängematte. Aber Hand aufs Herz: War das wirklich so schlecht?

  1. Jeder wurde gebraucht Egal welche Ausbildung man hatte, egal wo man wohnte: Jeder hat eine Stelle bekommen. Sicher, es war nicht immer der absolute Traumjob, aber man hatte eine Aufgabe. Man hatte Kollegen, einen strukturierten Tag und das Gefühl, ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein. Niemand wurde aufs Abstellgleis geschoben und sich selbst überlassen.

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  1. Sicherheit statt Existenzangst Die ständige Angst, die heute viele im Nacken haben – „Was ist, wenn die Firma pleitegeht?“, „Was ist, wenn ich mit 50 keinen Job mehr finde?“ – die gab es einfach nicht. Man konnte sein Leben planen, weil das Einkommen sicher war.

  2. Der Vergleich zu heute: Ruhiggestellt statt gefordert? Heute sieht das in der Bundesrepublik ganz anders aus. Wir leisten uns ein System, das oft die falschen Signale sendet. Wer heute nicht arbeitet, bekommt über diverse staatliche Töpfe am Ende oft fast genauso viel Geld zur Verfügung wie jemand, der jeden Tag früh aufsteht und für den Mindestlohn schuftet.

Das fühlt sich für viele Fleißige wie ein Schlag ins Gesicht an. Es wirkt fast wie ein staatliches „Schweigegeld“: Man zahlt den Leuten Geld fürs Nichtstun, damit sie ruhig bleiben und nicht aufmucken. Aber Arbeit ist mehr als nur Gelderwerb – Arbeit ist Würde. Und diese Würde wird heute oft durch bloße Alimentierung ersetzt.

Fazit: Vielleicht war die DDR-Wirtschaft nicht die effizienteste. Aber sie hat verstanden, dass ein Mensch eine Aufgabe braucht, um zufrieden zu sein. Damals galt: Wer arbeitet, ist wer. Heute fragen sich viele, die den Laden am Laufen halten, ob sie am Ende nicht die Dummen sind.

Wie seht ihr das? War die Sicherheit von damals mehr wert als die „Freiheit“ von heute, arbeitslos sein zu dürfen?

Ein kleiner Hinweis: Diese Bilder sind fast ausschließlich KI-generiert und haben reinen Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. Wenn hier Fahnen oder Wappen auftauchen, dann als nostalgisches Augenzwinkern und keinesfalls als politisches Manifest. Das verstehen alle, die damals groß geworden sind. 😉 Apropos: Findest du das DDR-Wappen auch in diesem Bild? Du willst mehr solcher Rückblicke? Dann bleib hier. DDR 2.0 – wie es war, wie es hätte sein können und warum wir heute noch darüber lachen.

Sort:  

Na ja, das war halt die offizielle Seite der Medaille. Mit der bin ich auch groß geworden und wußte es nicht besser. Später erfuhr ich dann von jenseits des rosigen Scheins...

https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/asozialenparagraph-arbeitslos-opposition-arbeitslager-zwangsadoption-100.html

Da ich keiner klassischen Arbeit nachgegangen bin, sondern damals bereits meinen Schmuck gefertigt habe, galt ich von staatlicher Seite als asozial eingestuft, inklusive Einschränkungen wie Berlin-Verbot, Meldepflicht und so weiter – obwohl ich faktisch gearbeitet habe. Seltsamerweise hat man mich aber mein Geld verdienen lassen, ohne Steuern zu bezahlen, was ich bis heute nicht verstanden habe.

Klar, es ist viel Scheiße passiert. Aber ich sage bis heute ganz bewusst in beide Richtungen: Diejenigen, die Republikflucht begangen haben, wussten doch, worauf sie sich einlassen. Sie wussten, dass sie eine Straftat begehen und dass sie dafür im Knast landen konnten. Man vergisst auch immer die nicht gerade wenigen, die einfach ihre Kinder im Stich gelassen haben – irgendwo geparkt und dann ab in den Westen.

Ich war vor Kurzem selbst in Dresden wegen Recherchen, im Stasi-Knast und auch in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Das kann und darf man weder schönreden noch wegreden, und man sollte sich auch immer daran erinnern. Schade ist nur: Hier fängt das Vergessen bereits an. Die Stadt, die ursprünglich Eigentümer war, hat rundherum viele der Gebäude verkauft. Das sind heute schicke Eigentumswohnungen. Das Objekt selbst ist nur noch einem Verein überlassen, und die kommen gerade so über die Runden, um das Ganze überhaupt noch zu betreiben. Eine Generation später weiß kein Mensch mehr, was dort eigentlich los war.

Trotzdem möchte ich dazu sagen: Das Recht auf Arbeit ist nicht wegzureden. Schau dir doch an, was heute so alles herumläuft. Rund 80 % der Bürgergeld-Empfänger und weit über 50 % derjenigen, die Erwerbsminderungsrente beziehen, erhalten diese Bezuschussung, obwohl sie arbeitsfähig sind. Ich sehe das doch bei mir hier vor Ort. Wer als Helfer ankommt, arbeitet entweder nebenbei oder liegt den ganzen Tag herum und weiß mit sich nichts anzufangen.

Ich würde durchdrehen, wenn ich mich nicht beschäftigen könnte und am Abend nicht darüber nachdenken würde, was ich geschaffen habe und mir daraus meine Selbstbestätigung hole. Millionen Menschen in Deutschland wissen gar nicht mehr, was das ist. Sie kassieren jeden Monat ihr Schweigegeld vom Staat. Denn wer Bürgergeld, Erwerbsminderungsrente oder Sozialhilfe bekommt, hält schön die Fresse. Man tritt zwar nach unten weg und labert in Social Media, aber das war’s dann auch schon.

Jeder ist sich nur noch selbst der Nächste. Soziale Einbindung gibt es praktisch nicht mehr. Und genau das war früher anders: Wer arbeiten ging, hatte Kollegen, war Teil eines Kollektivs oder zumindest eingebunden. Und heute? Da hängt man in der Platte, vielleicht mit einem Fläschchen Bier in der Hand, und schaut den ganzen Tag RTL2. Und nein, das ist kein Klischee – das ist langsam Alltag in Deutschland.